Wunschvorstellung: Planung und Lebenswirklichkeitsbezug by Dr. Peter Meier, Reframing LEP, Bachmattstr. 23, 8048 Zürich
Sinnvolles Enterprise Planning entsteht, wenn Geschäftsplanung, Business Intelligence und Betriebswirtschaftliche Analysen miteinander verknüpft werden. Damit geht es um vielschichtige Aufgabe, bei der Menschen, Prozesse und Technologien zu einem umfassenden, kontinuierlichen und integrierten Performance-, Wirkungs- und Aufgabenerfüllungsprozess zusammengeführt werden. Um up to date zu bleiben, braucht man Echtzeitinformationen, die Fokussierung auf wertsteigernde Aktivitäten und die Elimination wertvermindernden. So glaube man als postmoderner Manager seine Ziele erfüllen zu können. Darüber hinaus stellt man sich mit einem entsprechenden System von Echtzeit-Feedback vor, die Pläne rechtzeitig an die fortschreitende Entwicklung und das besser als die Konkurrenz anpassen zu können, über Abteilungs- und Standortgrenzen hinweg, aufeinander abgestimmt. Dafür, dies möglich zu machen setzt sich u.a., marktführend COGNOS ein; ihr CPM-System verspricht, die
In durchschnittliches Unternehmen werden für solche Bemühen gemäss COGNOS 2003 25.000 Mann-Tage pro eine Milliarde US-Dollar Umsatz, bzw. von den dadurch entstehenden Kosten etwa 1.5% des Umsatzerlöses aufgewendet. Hinzu kommt, das die dafür notwendigen Planungs- und Budgetierungsprozesse 20-30% der Arbeitszeit des Managements in Anspruch nehmen – was wiederum Kosten von bis zu 3%, insgesamt also bis 4.5% des Umsatzes verursacht. Auf der andern Seite ist die Fähigkeit, das finanzielle Abschneiden korrekt zu prognostizieren, bei der Bewertung einer Firma zum zweitwichtigsten Faktor gleich nach der tatsächlichen finanziellen Unternehmens-Performance geworden. Damit geht es um die Weiterführung der betriebswirtschaftlichen Erkenntnis: „Nur was geplant ist, kann umgesetzt werden." Damit soll dazu beigetragen werden, ein schärferes Bild der (machbaren) Wirklichkeit zu erhalten. COGNOS verspricht solche Anforderungen besser, schneller und mit Best-in-Class mit bis zu 2/3 weniger Aufwand zu erreichen. Was aber, wenn 1/3 der Human Ressourcen (Funtionen F7-9) auf Planung hinauslaufen und 1/3 (F1-2) auf Produktion aber in der heutigen Welt eine Ressourcen- und Machtkonzentration auf das F4-6 Management hinausläuft? Dann mag die Performance zwar exzellent erscheinen und laufend Fortschritt suggerieren, doch das Humansystem ist dann so krank wie ein von Krebs befallener Körper, wo Krebs- ja auch mehr Umsatz produziert als gesunde Körperzellen. Es ist ja bekannt, dass das gegenwärtige Finanzsystem viele für Humansysteme vitale Funktionen gar nicht mehr abdeckt – die Ausrichtung an ihm also in die Irre führt! Italien ist da noch ein komisch anregendes Beispiel, wenn es um Afrika und Asien geht, beginnt jedoch der bittere Ernst der Lebenserfüllungs- und –raumvernichtung von global beängstigendem Ausmass. |